Bei mir zu Gast im Video-Interview war die Kommunikationstrainerin Susanne Lorenz. Sie ist nun seit fast 13 Jahren selbständig und wir sprechen ausführlich über ihre Gründungsidee, ihre Ziele, ihre größten Herausforderungen und was ihr besonders geholfen hat diese zu überwinden. Susanne hat außerdem einige Tipps zum Thema Marketing aus der Praxis dabei und welche KI-Tools sie selbst nutzt. Viel Spaß dabei!
Das vollständige Transkript zum Interview findest du hier:
Wer bist du? Was machst du als Unternehmerin?
Vielen lieben Dank, dass wir uns hier zusammensetzen. Ich bin Susanne von Wirksam Kommunizieren und ich habe mich vor 13 Jahren selbstständig gemacht. Also im Oktober sind es 13 Jahre. Es ist krass, wie die Zeit übergeht. Vor 13 Jahren habe ich mich getraut. Ich wusste auch nicht, ob da wirklich was draus wird. Aber ich dachte, wir haben nichts zu verlieren.
Mittlerweile bin ich Kommunikationstrainerin für Führungskräfte und mache das Ganze im Vorfall Training und Coaching. Letztendlich geht es um Kommunikation in der Führung. Wie schafft man es, dass man sich als Führungskraft einerseits wohlfühlt in seiner Haut und aber eben auch die ganzen Bedürfnisse der Mitarbeiter auch irgendwie unter einen Hut zu kriegen, weil das oft eine große Herausforderung ist. Es geht letztendlich um Konfliktprävention und auch Konfliktmanagement. Ganz viel ist das Thema Selbstfürsorge auch mit drin.
Wie bist du auf die Idee gekommen?
Ich sage mal so, es hat sich entwickelt im Laufe der Zeit. Am Anfang war ich Kommunikationstrainerin, da habe ich Stressmanagement gemacht und Konfliktmanagement und Bewerbungstraining. Ich weiß gar nicht, was alles entstanden, dadurch, dass ich am Anfang auch bei Bildungsinstituten hauptsächlich gearbeitet habe.
Am Anfang war ich zwar schon komplett selbstständig, aber noch von der Agentur für Arbeit gefördert. Das war so ein bisschen mein Sicherheitsnetz auch. Und dann mit der Zeit habe ich eine Coachingausbildung gemacht. Die blockierenden Glaubenssätze bin ich da losgeworden, weil ich gedacht habe, ich kann nicht in ein Unternehmen reingehen, die wollen doch alle gar nicht wirklich ihren Mitarbeitern helfen. Das war so meine Erfahrung gewesen als Angestellte und auch als angestellte Führungskraft.
Und dann aber irgendwann kam Vattenfall auf mich zu: „Frau Lorenz, hätten Sie Interesse für uns Trainings zu geben?“ Das fand ich erstmal voll cool. Vattenfall, so ein großes Unternehmen. Ich glaube, je mehr Aufträge ich hatte, je mehr ich mich ausprobieren konnte und je mehr ich gemerkt habe, wie gut es alles ankommt, was ich mache, desto selbstbewusster bin ich geworden.
Dann war irgendwann so, es sind einfach viel zu viele Themen. Und dann auch irgendwann so dieses – eigentlich war ich selbst auch jahrelang Führungskraft. Ist das irgendwann so daraus entstanden, dass der Fokus dann in Richtung Führungskräfte und ihre Teams eben einfach ging. Weil ich auch selbst gemerkt habe, wie viele Menschen Probleme haben mit Konflikten.
Auch überhaupt so ansprechen, was einen stört. Und zu viel auch einfach sich gefallen lassen, das war auch immer mein Problem. Und nachdem ich das halt alles gelernt habe, wie das geht, und ich gemerkt habe, so krass, wie das Leben sich auch verändert, wenn man das auf einmal alles beherrscht. Das ist mein Fokus, weil das ist so das, was mich am meisten antreibt.
Mit welchem Ziel hast du dich selbstständig gemacht? Hast du es auch erreicht schon?
Ich glaube, das Ziel hatte ich damals gar nicht so. Also ich hatte dieses Ziel, andere Menschen dabei zu unterstützen, konfliktfähiger zu werden. Das ist am Anfang, glaube ich, nicht da gewesen.
Am Anfang war einfach – ich habe einfach gesundheitliche Beschwerden gehabt, die mich dazu getrieben haben, zu sagen, okay, ich brauche mehr Flexibilität. Kann ich den ganzen Tag stehen? Ich kann nicht den ganzen Tag sitzen. Ich brauche irgendwas, wo ich das kombinieren kann. Ich bin ein sehr freiheitsliebender Mensch.
Nachdem ich die Weiterbildung gemacht habe zur Personalreferentin und auch zur Trainerin und die IHK gemacht habe, habe ich gesagt, komm, probier es einfach aus. Also da war noch nicht so, ich bin nicht gestartet mit einer Mission, sondern ich bin gestartet mit, ich habe keinen Bock mehr auf Anstellungen. Ich will es irgendwie mit meiner Gesundheit hinkriegen. Aber ich bin nicht der Typ, der sagt, ich bin krank, ich bleibe zu Hause, ich lasse mich irgendwie vom Staat versorgen.
Das ist dann erst so, nachdem ich alles so gelernt habe, also dieses, was ich gerade gesagt habe, Grenzen setzen können, konfliktfähig sein, das war nicht schon vorher, sondern das ist entstanden in der Selbstständigkeit. Dass ich die Coaching-Ausbildung gemacht habe, dadurch, dass ich gewaltfreie Kommunikation gelernt habe, also dieser Weg war nicht schon vorher, ach, damit mache ich mich jetzt selbstständig. In der Selbstständigkeit ist es gewachsen, bin ich gewachsen und dann war für mich irgendwann logisch, dann diesen Fokus zu setzen.
Was waren die wichtigsten Meilensteine in deinem Werdegang von der Gründung bis heute?
Ich glaube, das Erste war dann auch irgendwann die Erkenntnis: „Mensch das läuft gut genug. Du kannst dich jetzt von der Agentur trennen.“ Irgendwann war es dann auch Jobcenter, wurde dann verlängert. Ein Meilenstein war eben auch diese Ängste loszulassen: „Oh mein Gott, Unternehmen, das geht gar nicht“, weil du natürlich dann noch mal auch ganz andere Leute erreichst.
In den Firmen ist es dann auch oft so, dass die mich dann nicht nur für einen Tag buchen, sondern auch für mehrere Module oder auch, ich sag mal, innerhalb des Unternehmens weiterempfehlen. Das war auch tatsächlich ein Meilenstein, jetzt so drüber nachdenke: nicht mehr nur dieses, ich habe hier nur einen Tag für Kommunikation zum Beispiel – weil das ist auch schon gut, aber am Ende musst du einfach die Menschen ein bisschen länger betreuen. Das war für mich auch ein Meilenstein, Unternehmen zu finden, die verstanden haben, man muss ein bisschen mehr Budget auch investieren, man braucht einfach auch mehr als einen Tag.
Es ist doch eine Transformation, die stattfindet. Kommunikation hat so viel mit unseren Werten zu tun, unseren Glaubenssätzen. Und die kann man halt so in einem Trainingstag vielleicht mal anstupsen. Aber um das wirklich aufzulösen, braucht man oft dann noch Coaching oder halt auch wirklich mehrere Tage.
Und so blöd es klingt, ein Meilenstein war auch Corona. Also wenn Corona nicht gewesen wäre, wäre ich nicht gezwungen gewesen, mich auch auf das ganze digitale Thema einzulassen. Ich habe dann eine Ausbildung gemacht zum Train the Online Trainer. Jetzt sind wir hier mit Zoom. Also ich hatte damals sehr große Berührungsängste, auch so mit Technik. Und jetzt auch, ich habe auch Kunden überall in Deutschland und meistens ist es tatsächlich momentan vor Ort, aber auch immer wieder noch online. Und das ist auch ein Meilenstein, weil das nochmal eine ganz andere Freiheit mit reinbringt.
Es war auch spannend, bei manchen Kunden das so zu beobachten. Am Anfang wurde alles gecancelt wegen Corona. Dann habe ich gefragt: „Menschen, wollen wir das nicht vielleicht irgendwie auch mal online machen?“ Dann hieß es: „Nein, Frau Lorenz, das geht gar nicht. Haben wir keine Technik für.“ Und dann so nach drei Monaten: „Frau Lorenz, können Sie sich vorstellen, dass wir das online machen?“ Das hatte ich schon vorgeschlagen. Nach weiteren drei Monaten: „Frau Lorenz, können Sie sich vorstellen, dass Sie uns beibringen, wie man Zoom benutzt? Bei Teams und überhaupt.“ Und ich dachte so, ich habe das alles gelernt.
Das war schön, so zu beobachten, wie die Strukturen sich verändern. Einfach weil die Rahmenbedingungen das irgendwie erfordert haben.
Wenn du nochmal an deine Anfangszeit denkst, was waren deine größten Herausforderungen? Wie bist du damit umgegangen?
Die größten Herausforderungen waren so Sachen wie, okay, Buchhaltung, ich bin nicht so der Zahlenmensch. Das heißt, es war ziemlich schnell klar, nee, ich mache das nicht alles selbst. Also war klar, kann man auch selber lernen. Ich war klar, ich suche mir jemanden, der mich da unterstützt.
Herausforderungen waren halt auch so in meinem Umfeld, dass viele Menschen gesagt haben: „Was, du willst dich selbstständig machen? Du hast doch…“ Also nicht vor, weil ich war immer angestellt, auch so die Ängste der Familie: „Oh mein Gott, was passiert mit deinen Finanzen?“
Und was hat mir da geholfen? Ich glaube einfach, dass ich wusste, es kann nichts passieren. Das waren damals auch noch ganz andere Zeiten als heute, aber ich wusste, ich probiere das aus. Und selbst wenn es nicht klappt, dann findet man immer überall Arbeit. Und das war so: was habe ich im schlimmsten Fall zu verlieren? Nichts, also Erfahrung machen. Ich führe mich das an, auf was muss man achten.
Und später, aber das wäre eher so ein Learning, je erfolgreicher ich wurde, desto mehr habe ich natürlich auch verdient. Und desto mehr hätte ich mir zum Beispiel auch Beratung gewünscht von meinem Steuerberater. Buchhaltung, später Steuerberater. Und dann so, also auf was man alles so achten muss, also dass du dann auf einmal ganz andere Steuern zahlen musst. Wenn der Steuerberater fertig ist, auf einmal das Finanzamt kommt.
Ich glaube, 2017 war das, da musste ich, ich glaube, irgendwie 7000 Euro ans Finanzamt zahlen und auch nochmal vier oder fünf oder so an die Krankenversicherung. Und ich war einfach nur happy, dass ich das Glück hatte, dass ich das Geld alles zur Seite gelegt hatte. Und da habe ich nur gedacht: „Mann, kann nicht ein Steuerberater auch mal sagen, Frau Lorenz, denken Sie dran: werden Sie immer erfolgreicher, je mehr Kohle, desto mehr muss man auch zurücklegen, desto teurer wird alles – Rentenversicherung, Krankenversicherung, Rentenversicherung.“
Das war sowas, wo ich gedacht habe, das haben sie uns natürlich damals in der Gründerzentrale hier in Berlin am Anfang gar nicht erzählt, weil am Anfang denkt doch noch keiner darüber nach, dir zu sagen, und wenn du dann irgendwann richtig Kohle scheffelst…
Luxusprobleme, könnte man so sagen. Aber ich habe damals gesagt, schade, dass man nicht nur so, keine Ahnung, dass man vielleicht auch Seminare hat für Selbstständige, die dann anfangen, erfolgreich zu werden oder keine Ahnung.
Was denkst du aus deiner Sicht, was macht dich zur erfolgreichen Unternehmerin? Das machst du vielleicht auch anders als andere.
Ich habe neulich so einen schönen Spruch gehört erst: Gewinner sind Verlierer, die nie aufgeben. Also dranbleiben. Ich war 13 Jahre, ich hatte auch meine Ups und Downs. Zeiten, da habe ich mir Geld von meiner Mutter irgendwie geliehen, weil das Finanzamt auf einmal irgendwie Kohle haben wollte. Ich hatte das nicht auf dem Schirm. Und Zeiten, die nicht so gut laufen – in der Corona-Zeit hatte ich einfach Glück, dass ich alle Fördermittel beantragen konnte, weil mein Jahr davor so gelaufen ist. Jetzt ist auch gerade eine Zeit, die gerade nicht so lustig ist.
Dranbleiben, wenn man seine Vision im Blick hat, warum man selbstständig ist, dann hilft es. Und wenn man eben auch ein Umfeld hat, was einen dabei unterstützt, dass eben auch ähnlich gepolt ist, wie man selbst.
Was macht mich anders? Ich bin Steinbock, Aszendent Steinbock. Ich kenne mich nicht wirklich aus mit Sternzeichen, aber so ein bisschen. Also Erfolg ist wichtig. Dranbleiben. Echt. Sich nicht unterkriegen lassen. Viele, die sich selbstständig machen, die geben nach den ersten zwei, drei Jahren auf. So viel gibt es der Statistiken dazu.
Und ich denke so, hat das Nachteile und manchmal gibt es Kunden die nicht pünktlich zahlen oder… Und es gibt auch Leute, denen du nur ein Angebot schickst und die sich gar nicht darauf melden. Und es gibt Nachteile und du musst dich irgendwie auch gut organisieren können. Du darfst dich nicht ablenken lassen von schönem Wetter. „Ach, ich mache jetzt mal drei Wochen lang nichts.“
Das geht natürlich auch mal, Urlaub ist erlaubt. Aber es ist einfach – also ich empfinde das so, dass diese Freiheit und dass das für mich wieder aufwiegt, dass es eben auch schwere Zeiten gibt. Ich ärgere mich auch manchmal einfach über Leute, weil ich einfach das Verhalten nicht in Ordnung finde. Aber gut, das ist halt auch normal.
Also selbst entscheiden zu können, mit wem ich arbeite, wann ich arbeite, wie ich arbeite, was für Preise ich auch nehme. Also keiner, der über mir ist und mir sagt, wie ich was zu tun habe. Ich weiß nicht, ob ich mir das wirklich vorstellen könnte, mich irgendwo anstellen zu lassen. Also wenn, dann nur irgendwo mit ganz viel Freiheit.
13 Jahre selbstständig, davor war ich irgendwie acht Jahre in der Führung. Ich war eigentlich immer mehr oder weniger diejenige, die entscheiden durfte. Das finde ich wichtig, dass man sich im Vorfeld mal überlegt, auch wenn man sich überlegt, gründet man jetzt, wird man selbstständig, dass man sich überlegt: was bin ich denn eigentlich für ein Persönlichkeitstyp? Wie ist meine bevorzugte Arbeitsweise? Also kann ich das auch ohne Druck von außen? Kann ich mich selbst motivieren?
Bin ich der Typ, der anderen Menschen vertraut? Weil als Selbstständige brauchst du unheimlich viele Menschen in deinem Umfeld, denen du vertraust. Du brauchst einen Steuerberater, du brauchst jemanden, der dich vielleicht auch im Marketing unterstützt. Also all diese Sachen, wenn du ein sehr verschlossener Mensch bist, der Probleme hat, anderen Menschen zu vertrauen, wenn du denkst, andere Menschen wollen Wissen eh nur gegen dich nutzen, dann wird es schwer mit der Selbstständigkeit.
Das wäre für mich nochmal so ein Punkt: Bist du so der Typ halb voll oder halb leer? Wenn du so ein Typ bist halb leer, dann glaube ich, macht es das auch schwerer, weil dann wirst du auch in schlechten Zeiten mehr darunter zu leiden haben. Ich bin halt so ein optimistischer Typ. In allen schlimmen Dingen auch irgendwie was Positives und ich glaube, dass es das mir auch leichter macht.
Das ganze Thema Marketing, Kunden ist für viele Gründerinnen wie so ein riesiger Berg. Wie hast du damals angefangen, sichtbar zu werden?
Ich hatte halt das Glück, dass ich ganz am Anfang jemanden kennengelernt habe, der total der Marketing-Fuzzi war. Der hat auch meine erste Webseite gebaut und der hat mir meine Facebook-Seite angelegt. Der hat mir gesagt, schreib Blog-Artikel. Instagram und sowas hatte ich dann auch nicht.
Also angefangen habe ich tatsächlich mit Webseite und Blog-Artikel und Netzwerktreffen. Ich war fast die ganze Zeit meiner Selbstständigkeit immer in irgendwelchen Netzwerken aktiv. Also in der Corona-Zeit habe ich das ein bisschen schleifen lassen, da hatte ich immer keinen Bock mehr. Ich war am Anfang noch ein bisschen ängstlich, war eigentlich geimpft, aus gesundheitlichen Gründen.
Und dann kam nach einer Weile YouTube mit dazu und dann kam irgendwann Instagram mit dazu und dann auch irgendwann LinkedIn, da bin ich am meisten aktiv. Also wenn jetzt jemand, wenn du sagst, es ist so ein großer Berg – es ist ein großer Berg, man darf das aber Schritt für Schritt sich anschauen. Man braucht natürlich am Anfang seine Positionierung, man muss sich überlegen: wer ist meine Zielgruppe, wo ist die? Und dann darf man aber auch gerne schauen: womit fühle ich mich denn wohl? Mache ich gerne Videos oder nicht? Wenn man nicht gerne Videos macht, dann ist das natürlich ein ganz anderer Kraftakt.
Und ich glaube, das ist halt auch wieder – ich habe am Anfang gelernt, versuche auf so vielen Kanälen wie möglich zu sein, das habe ich auch gemacht. Jetzt weiß ich, das soll man eigentlich nicht so machen, besiele es trotzdem alles noch, auch alles nicht so hundertprozentig. Ich kann auch nicht sagen, ich bin auf irgendeinem Kanal mega erfolgreich, aber das ist so. Ich bin der Meinung, das ist halt gut, dass du überall ein bisschen sichtbar bist, aber natürlich darf man auch sagen, ich suche mir ein oder zwei Kanäle halt aus.
Auf welchen Kanälen findet man dich denn jetzt?
Hauptsächlich auf LinkedIn und auf YouTube, da mache ich die meisten Sachen. Ich bin auch noch auf Facebook und auf Instagram, aber das bespiele ich eben nicht mehr so viel. Facebook habe ich jetzt auch überlegt zu löschen. Früher war ich noch bei Xing. Ich glaube, da habe ich noch mein Profil. Ich würde das nicht mal löschen, aber ich glaube, ich habe das da noch.
Aber am meisten tatsächlich LinkedIn und mache auch viel über den WhatsApp-Status. Und YouTube habe ich halt wieder angefangen Anfang des Jahres das zu bespielen, weil ich gedacht habe: Mensch, das ist immer ein bisschen Aufwand mit den Videos, aber eigentlich mache ich gerne Videos und man sagt mir auch, ich komme immer gut an. Ich habe da irgendwie so die Ausstrahlung.
Und ich hatte auch schon Anfragen, zum Beispiel von Porsche vor ein paar Jahren, die auch gesagt haben: „Mensch Frau Lorenz, würden Sie für uns was machen?“ Und da frage ich auch immer: „Wie sind Sie denn auf mich aufmerksam geworden?“ – „Über YouTube, da finden wir Ihre Videos so professionell.“ Und ich dachte so: „Was? Professionell? Keine Einblendungen? Keine Untertitel? Kein nix Geschnittenes?“
Aber das ist manchmal wirklich so, diese Eigenwahrnehmung und Fremdwahrnehmung ist manchmal ein bisschen auseinander. Man ist kritisch mit sich selbst.
Und wenn du jetzt verstärkt sagst, du bist bei LinkedIn, erhältst du da auch die meisten Anfragen drüber?
Nein, also ganz tatsächlich, Anfragen kommen meistens tatsächlich eher über Google. Also die Leute, die mich finden, die frage ich immer, die haben gegoogelt oder denen wurde ich empfohlen.
Bei LinkedIn habe ich auch schon mal Anfragen bekommen, aber wenig. Das mache ich tatsächlich eher auch, um zum Beispiel Menschen zu finden, die Bock haben, Gastartikel zu schreiben, die ich interviewen kann, die mich im Podcast einladen, so wie du jetzt. Das nutze ich dafür und ich nutze das, um Kooperationspartner zu finden, weil ich natürlich auch möchte, dass wenn mein Kunde irgendein anderes Problem hat, dass ich sagen kann: „Mensch ich kenne da eine Expertin oder einen Experten.“ Das ist für mich noch so dieser Mehrwertgedanke, den ich dann bringen kann, dass die Leute dann nicht extra suchen müssen, sondern sagen können: „Ich habe hier jemanden, den kann ich empfehlen.“
Das Mindset spielt eine ganz große Rolle in der Selbstständigkeit. Ich bin auch vernetzt mit Menschen, die ähnliche Dinge anbieten wie ich. Aber ich denke, wenn ich mal einen Auftrag kriege, kriege ich nicht alleine irgendwie gebacken oder auch ich kriege da nicht. Das ist doch gut, wenn ich andere Menschen habe oder auch mit denen ich mich mal austauschen kann.
Ich kann mich natürlich auch mit jemandem austauschen, der Verkaufstraining macht, aber trotzdem auch mit anderen Leuten sich über Führung unterhalten, Gewaltfreiheit und so. Das finde ich schon wertvoll. Aber da treffe ich manchmal auch Leute, die sagen: „Du machst das Gleiche wie ich. Da würde ich dich jetzt eh nicht empfehlen.“
Und ich habe schon einen ganz coolen Auftrag bekommen von jemandem, der halt nicht mehr in Deutschland lebt. Der macht halt nur noch alles digital. Und der hatte eine Anfrage von einer coolen Firma aus Hamburg, DAX-notiertes Unternehmen. Und der hat dann gesagt: „Mensch Susanne, hast du nicht Bock?“ Und dann bin ich da hingefahren, weil ich bin nicht nur in Berlin, sondern überall in Deutschland tätig. Mich stört es auch nicht zu fahren. Ich mache das gerne. Solang es nicht zu viel ist. Die Zeiten hatte ich auch schon. Aber das ist nicht mehr so.
Also auch, der macht was Ähnliches, aber der macht es digital.
Wie sieht denn bei dir so ein typischer Arbeitsalltag aus?
Sehr unterschiedlich. Also wenn ich einen Trainingstag habe, früh aufstehen, Koffer ist schon gepackt, dann bin ich halt im Training und dann mache ich danach auch meistens nicht mehr viel.
Und dann habe ich aber auch Tage wie heute zum Beispiel, da habe ich jetzt zum Beispiel nur den Termin mit dir. Heute Abend gebe ich da nochmal so einen kleinen kostenlosen Workshop in meiner Marketing-Community, in der ich halt bin. Da wird jeden Monat eine andere von uns so ein bisschen gepusht. Und dann dürfen wir unsere Expertise zeigen und den anderen teilen. Und zwischendurch kommt jetzt ein privater Besuch, die Schwester von meinem Mann, also meine Schwägerin.
Aber ich habe auch Tage, wo ich ganz viele Termine drin habe oder auch Tage, wo ich den ganzen Tag nur Blog-Artikel mache oder YouTube-Videos oder Buchhaltung. Also kann ich sagen, der Standardtag – ich habe keine Standardtage. Das ist das Schöne daran. Ich liebe die Abwechslung. Ich bin von Persönlichkeitstyp so, dass ich Abwechslung brauche, Kreativität und ich finde es halt cool.
Manchmal gehe ich auch morgens in die Wanne mit meinem Handy und dann mache ich meine Videos in der Wanne, aber dann mache ich irgendwie meine Artikel bei LinkedIn und weiß nicht, was da ist. Schreibe schon mal Mails.
Ich liebe das einfach, zu sagen: „Hey, heute habe ich Bock, morgens aktiv zu sein.“ Manchmal bin ich den ganzen Tag unterwegs, gehe ins Kino mit meiner Schwester oder so und dann setze ich mich halt abends hin und schaue mir dann abends noch was. Und das meine ich halt. Dieses: „Oh, das Wetter ist schön, ich will rausgehen.“ Dann gucke ich halt auf meine To-Do-Liste: kriege ich das irgendwie hin oder gibt es was, was ich wirklich jetzt machen muss?
Der Kunde wartet auf ein Angebot und ich habe gesagt, ich schicke das heute, dann schicke ich das auch heute. Aber sonst, das finde ich halt cool.
Was denkst du denn, welche Eigenschaften braucht man als Unternehmerin, Gründerin, werdende Unternehmerin?
Ich glaube, das, was ich vorhin schon gesagt habe, dass du irgendwie hartnäckig bist, dass du dranbleibst, dass du optimistisch bist, du musst dich gut organisieren können, damit du nicht bei den tausend Aufgaben irgendwie den Überblick verlierst. Vertrauensvoll, damit du auch mit den Leuten, die dich unterstützen, gut klarkommst.
Und ich glaube auch kreativ. Also gerade auch in Krisen muss man sich manchmal einfach andere Sachen ausdenken, überlegen, gucken, was geht. Ich glaube, man darf nicht zu festgefahren sein. Wenn man denkt, man muss das auf diese eine Art machen, dann will der Kunde das vielleicht auch nicht. Oder das geht irgendwie nicht so. Corona, dann wird es auch schwieriger.
Was hilft dir, kreativ zu sein?
Ich bin da von der Persönlichkeit an. Ich male, das ist mein zweites Thema, neben dem Thema Kommunikation, ist Flipchart-Gestaltung oder überhaupt dieses Zeichnen. Das kann am Ende auch auf einem Tablet passieren oder auf einem Stück Papier in einem Gespräch mit einem Kunden oder so. Ich habe das schon immer gemacht.
Nee, aber ich habe als kleines Kind schon gezeichnet, habe als kleines Kind mir schon Geschichten ausgedacht. Das waren auch die Geschenke für meine Familienmitglieder. Dass ich irgendwie so kleine Bücher gemalt habe. Das ist bei mir schon immer so. Also deswegen, ich schreibe gerne, das hätte ich wahrscheinlich auch keinen Bock. Ich tobe mich da aus. Also da kann ich nicht sagen, was mir hilft. Das ist, glaube ich, einfach, ich bin halt so.
Auch wenn mir jemand eine Geschäftsidee erzählt, dann sprudelt es aus mir heraus, wie man an Kunden kommt und alles. Ich bin froh, dass ich – das lasse ich mir nicht bezahlen dafür. Ich habe dann einfach Ideen und mein Gehirn ist dann so.
Du bist nun schon fast 13 Jahre am Markt. Gibt es irgendwas, was dich bis heute nervt oder was dich doch sehr herausfordert?
Was mich nervt, sind immer noch die ganzen Zahlengeschichten. Also Buchhaltung vorbereiten. Und dann, also dass ich mich wirklich auch hinsetze und sage, okay, was ist jetzt mein Jahresplan? Was will ich machen an Umsatz? Das ist nichts, was ich von mir aus machen würde. Das habe ich jetzt gelernt in dieser Marketing-Community. Das sollen wir machen.
Ich habe auch so eine Excel-Tabelle, wo ich immer denke – als freiheitsliebender Mensch fühle ich mich dadurch eingeschränkt. Zu sagen, okay, du solltest so und so viele Bücher in diesem Monat verkaufen. Ich denke, das will ich einfach nicht. Ich glaube schon, dass es gut ist, sich zu überlegen: was habe ich für Ziele, wo will ich hin? Aber ich möchte auch die Leichtigkeit nicht verlieren im Umgang mit den potenziellen Kunden.
Wenn ich jetzt im Hinterkopf haben müsste: „Oh, ich muss dieses Jahr oder diesen Monat noch so und so viel Umsatz machen, weil meine Tabelle sagt es“, dann glaube ich, werde ich irgendwie – das nimmt mir meine Authentizität. Und ich will auch niemanden irgendwie überzeugen müssen. Das ist vielleicht ein Nachteil bei mir, dass ich da vielleicht manchmal zu schnell aufgebe. Ich habe keinen Bock, irgendjemanden zu überzeugen. Entweder die Leute brauchen das oder die brauchen das nicht. Ich habe Lust, da 20.000 Mal nochmal nachzufragen, weil ich dann das Gefühl habe, ich dränge mich auf.
Was ich aber schon mache, ist, dass ich zum Beispiel in gewissen Abständen auch immer alte Kunden anschreibe. Also immer frage: „Wie sieht es aus? Wie läuft es bei euch? Habt ihr Nachholbedarf? Wie sieht es aus? Habt ihr viele neue Mitarbeiter eingestellt?“ Das schon. Das empfinde ich nicht als aufdringlich, weil ich weiß, die sind generell offen dafür.
Was mich sonst noch nervt, ist tatsächlich Social Media. Also eigentlich hätte ich gerne – also ich will auch niemanden, der das für mich macht, weil ich weiß, das macht schon jemand, der es selber schreibt. Und ich mache es jetzt einfach so, dass ich mir halt sage, ich poste halt immer dann, wenn sich das richtig anfühlt. Ich mache nicht auf Teufel komm raus, dass ich mir irgendwelche Ideen zusammenkratze, sondern da habe ich gerade die Geschichte mit dem Omega-3-Öl, damit es auch gesundheitlich einfach so extrem hilft. Das ist für mich ganz natürlich, wenn ich da Erfolge habe und meine Schmerzen weniger werden, dann mache ich dazu ein Video. Oder auch jetzt, dass die Nachbarin vor meiner Tür stand, die nach drei Wochen auch keine Kopfschmerzen mehr hat. Dann mache ich ein Video, weil ich freue mich. Das macht auch was in die Welt.
Aber es gibt Marketing-Experten, die sagen: „Mach so einen Marketingplan. Ein Monat lang muss immer das gleiche Thema sein. Produzierst du alles im Vorfeld.“ Mag für viele gut sein. Mich mit meiner Persönlichkeit – fühle ich wieder eingeengt. Ich könnte auch sagen: „Mensch Susanne, jetzt halt das doch mal aus. Dann bist du halt ein bisschen eingeengt.“
Nutzt du denn KI für Content-Erstellung, was dir vielleicht ein bisschen Arbeit abnehmen könnte?
Mache ich schon, aber das ist dann eher so, dass ich sage: „Hier, ich habe einen Text, gib mir nochmal eine schlaue Überschrift“ und dann sag ich auch: „Darf ich dir für LinkedIn einen kurzen Text? Mach mal. Dir für deinen Newsletter noch einen Text? Mach mal.“ Ich schreibe das in der Regel immer nochmal um.
Mit ChatGPT arbeite ich hauptsächlich. Perplexity manchmal, aber eigentlich eher ChatGPT. Und ich benutze halt dieses Opus Pro, mit dem man eben lange Videos auch zerstückeln lassen kann in viele kleine. Das macht es nochmal leichter. Das finde ich ganz cool.
Und ich benutze Otter. Otter ist halt ein Tool, das habe ich auf dem Handy. Das kannst du aber auch auf dem Laptop machen. Da quatschst du einfach rein und dann macht der Text raus. Und das dann eins zu eins. Und dann kannst du aber auch draufdrücken. Dann bereinigt er das ein bisschen. Das benutze ich mehr, weil ich das halt praktisch finde. Auch wenn ich auf die U-Bahn warte oder so. Stehe ich da, quatsch da rein, bereite schon meine nächsten Postings vor. Und dann am Ende weniger Aufwand, als wenn ich das alles so tippen würde. Und der bringt auch meinen Stil bei. Das finde ich halt gut.
Gibt es irgendwas, was du zukünftig mehr machen möchtest? Gibt es irgendwas, was du für die Zukunft vorhast?
Eigentlich alle Ziele, die ich mir so gesetzt habe – Fernsehen, Radio, Bücher. Oder auch gewisse Umsätze. Ich habe eigentlich alles erreicht, was ich erreichen wollte mit meiner Selbstständigkeit. Ich habe jetzt keine – jetzt ist eigentlich nur noch das Ziel, das Leben zu genießen, weiterhin den Menschen zu helfen.
Gerne jetzt auch mehr mit dem Fokus auf Gesundheit. Das ist bei mir bei der Selbstfürsorge schon mit drin. Und ich überlege jetzt tatsächlich, eine Weiterbildung zu machen als Nahrungsergänzungsberaterin. Ich glaube, das schafft sich das. Weil ich natürlich viel mit Führungskräften zu tun habe, die halt am Limit sind. Und das eine ist natürlich, mit denen darüber zu sprechen: Was hast du für Glaubenssätze? Wie kannst du das kommunizieren, dass du gewisse Dinge nicht haben willst?
Aber das andere ist auch: was ist denn mit deinem Körper? Jetzt werde ich keine Ärztin werden, habe aber auch ein Team mit Ärzten und alles um mich herum. Und da möchte ich gerne die Menschen mehr unterstützen, um zu gucken, selbst wenn die zum Arzt gehen, aber lass mal deine Werte checken. Wo hast du einfach einen Mangel? Wo hast du deswegen Konzentrationsprobleme? Wo bist du vielleicht auch in den Wechseljahren und hast das noch gar nicht bemerkt?
Mittlerweile auch einige Wechseljahresberaterinnen um mich herum. Also das möchte ich gerne ein bisschen ganzheitlicher aufstellen, als es jetzt halt ist. Ich habe da aber schon tolle Leute um mich herum und genau die Friederike zum Beispiel, mit der ich jetzt auch demnächst einen kleinen Workshop gebe, das müssen wir dann auch jetzt gerade konzipieren und so.
Das wird mehr – es wird mehr noch um das Thema Gesundheit gehen, in Ergänzung zu Kommunikation, weil dein Körper kann halt nur so gut dir Energie geben, wie du ihm Energie gibst und wenn du dich schlecht ernährst und dir fehlt halt Vitamin D oder Omega 3 oder was auch immer, dann hast du da trotzdem einfach eine Baustelle, die ich mit Kommunikation und Coaching einfach gar nicht abdecke.
Ich wollte gerade sagen, auch Führungskräfte – also bei mir leiden oft die, die sich schwer abgrenzen können, die ein sehr starkes Harmoniebedürfnis haben und immer für alle Leute da sein wollen. Die sind oft dann auch kurz vorm Burnout. Die brauchen natürlich nochmal eine ganz andere Beratung.
Jetzt ist mir gerade noch eine Sache eingefallen, was du mich vorhin gefragt hast. Was ich auch allen empfehlen kann: guckt gerade für den Fall, dass du irgendwann wirklich mal krank wirst nach einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Krankentagegeld – also es gibt auch bei der Krankenversicherung selbst, kann man das. Ich habe halt eine Kranken-Tagegeld-Versicherung zusätzlich und so eine – was ähnliches wie eine Berufsunfähigkeit.
Das wäre für mich nochmal so ein Punkt. Weil klar, wenn du keine zusätzlichen Einnahmen hast und du fällst drei, vier, fünf Wochen aus, was machst du dann? Hast du dir dann natürlich schon ein gutes Polster aufgebaut, das ist vielleicht nicht schlimm, aber sonst wäre das nochmal so ein Punkt, dass man sich da gut abdeckt.
Was würdest du sonst noch gründungsinteressierten Frauen, die jetzt ganz am Anfang stehen, mitgeben?
Redet mit vielen Menschen, die auch selbstständig sind. Und überlegt es euch dreimal. Ich würde wirklich gucken: passt es von meiner Persönlichkeit? Guckt ihr den Markt an? Macht eine Analyse. Was heißt überlegt es euch dreimal? Von mir aus startet auch sofort. Aber ich finde immer wichtig, dass man nicht zu hohe Erwartungen hat.
Man kann als Selbstständige richtig, richtig gut verdienen. So ist es nicht. Es kommt aber nicht über Nacht. Es gibt viele Werbeanzeigen und Berater, die der Meinung sind, zu sagen: „Und innerhalb von einem Jahr verdienst du Millionen.“
Vielleicht schaffen das manche schnell, aber ich glaube, es sind eher die wenigsten. Also ich glaube, man darf – man darf keine unrealistischen Erwartungen haben. Man darf sich sagen: das ist wie mit dem Sport. Wenn du irgendwie jetzt Fitness aufbauen willst, das passiert nicht über Nacht. Mit kleinen Hanteln vielleicht erst mal 500 Gramm, dann kommst du irgendwann bei den 5-Kilo-Hanteln. Aber dafür musst du auch regelmäßig üben, so wie wir als Selbstständige regelmäßig posten, Netzwerkveranstaltungen oder Trainings geben, um dann immer besser zu werden.
Irgendwann stehst du vielleicht auch auf der Bühne so wie eine Freundin von mir und wirst Weltmeisterin im Bodybuilding, aber das ist jahrelange Arbeit, die sie da reingesteckt hat. Und die Disziplin jeden Tag, was sie isst und was sie nicht essen darf und so. Und so ähnlich sehe ich das auch. Das ist wie im Sport. Da musst du auch dranbleiben.
Gibt es denn einen ersten Schritt, den du empfehlen würdest?
Ich glaube, ich habe keinen ersten Schritt in dem Sinne gemacht. Ich glaube, der erste Schritt wäre für mich wirklich, mich mit Menschen zu unterhalten, die es schon machen. Also unsere Zuhörerinnen und Zuhörer oder Zuschauerinnen, die machen gerade schon den ersten Schritt. Die beschäftigen sich schon.
Man könnte auch eine Pro- und Contra-Liste machen, man könnte auch ein Vision Board machen. Sich einfach überlegen, so ein Zielbrett. Das ist immer so, viel ist so englisch. Wo willst du hin?
Ich habe tatsächlich jetzt, wie gesagt, 13 Jahre – ich habe jetzt Anfang dieses Jahres ganz viel weggeschmissen an Unterlagen, weil darf man nach einer gewissen Zeit. Und da habe ich meine Ordner gefunden, wo ich ausgedruckt hatte: so soll meine Küche aussehen, so sieht mein Büro aus, so ist mein Bad, so ist mein Garten. Also Bilder machen, das habe ich tatsächlich alles gemacht. Ich habe das gar nicht hingehangen, sondern ich hatte Ordner. Das ist auch spannend. Die Farben haben sich geändert, weil meine Firmenfarben sich auch geändert haben.
Am Anfang war alles grün. Ich hatte auch noch Wölfe und Giraffen auf meiner Webseite. Das ist alles jetzt komplett weg. Jetzt das Superhelden-Thema.
Also das wäre nochmal: mach dir mal bewusst, letztendlich auch, was ist dein Warum? Und das darf auf so ein Vision Board mit drauf. Möchtest du auch die Menschen gesünder machen? Möchtest du sie unterstützen, bessere Beziehungen zu führen? Oder vielleicht auch Steuerberaterin. Möchtest du das den Menschen abnehmen, die wie ich das einfach nicht gerne machen? Möchtest du ein Restaurant eröffnen, weil du einfach für gute Küche sorgen willst, die vielleicht auch vegan ist?
Ich glaube, das brauchst du als Antriebsfeder immer wieder in schlechten Zeiten.
Liebe Susanne, vielen Dank für das inspirierende Interview und die wertvollen Einblicke in deine 13-jährige Selbstständigkeit! Alle genannten Tools und Links zu Susannes Social-Media-Profilen findest du hier:
Verlinken kannst du dich mit Susanne Lorenz hier:
Webseite: https://wirksam-kommunizieren.de/
LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/kommunikationstraining/
YouTube: https://www.youtube.com/@wirksamkommunizieren
Instagram: https://www.instagram.com/wirksamkommunizieren/
Buch: https://www.amazon.de/Superkr%C3%A4fte-f%C3%BCr-F%C3%BChrungskr%C3%A4fte-Gewaltfreie-Kommunikation
Die Tools findest du wie versprochen hier:
VG Wort: https://www.vgwort.de/
Perplexity: https://www.perplexity.ai/
Opus Pro: https://www.opus.pro/
Letterly: https://letterly.app/

